Ich würde mich gern mal ausdrücken – Was passiert, wenn du einfach anfängst

„Ich würde gern mal mit in dein Atelier kommen und mich versuchen, auszudrücken. Meinst du, wir kriegen das mal hin?“ Diese Nachricht bekam ich von einer Freundin aus unserem Freundeskreis. Eine Frage, die ich (fast) sofort mit Ja beantwortete. Denn ich kenne diesen Impuls. Den Wunsch, etwas zu tun, das sich noch unbekannt anfühlt. Etwas, das man sich schon lange vorstellt – und das man gleichzeitig immer wieder aufschiebt. Wir vereinbarten einen Termin. 

Und dann war es soweit. Von 11 bis 16 Uhr – was in einem Atelier entstehen kann. 

Schichtenmalerei mit Grundierung, Moorlauge, Wasser, Ölkreide

Wir arbeiteten fünf Stunden, mit Pausen, mit Gesprächen, mit Stille. Kein Kurs, kein Programm, kein Erwartungsdruck. Nur Materialien, Leinwand, Papier – und die Bereitschaft, etwas entstehen zu lassen. Am Ende des Tages gab es ein abstraktes Acrylbild auf einer 80×40 cm Leinwand, mehrere Aquarellstudien und den Beginn eines Schichtenmalerei-Projekts, das wir angelegt haben und das weitergeführt werden will. 

Was ich nicht erwartet hatte – oder vielleicht doch: Der Tag wurde mehr als ein Maltag.

Das Atelier als Reflexionsraum

Meine Freundin kam nicht nur, um zu malen. Sie kam auch, um etwas zu klären. Für sich. Mit sich. Und das Interessante am kreativen Arbeiten ist: Es lässt das zu. Während die Hände beschäftigt sind, öffnet sich oft etwas im Inneren. Gedanken bekommen Raum. Emotionen finden eine Form. Wir sprachen über Themen, die sie beschäftigen. Nicht therapeutisch im klinischen Sinne – aber in dem Sinne, wie Gespräche wirken können, wenn man gleichzeitig etwas erschafft. Wenn man nicht gegenüber sitzt und redet, sondern nebeneinander arbeitet und Worte kommen, die sonst vielleicht nicht kommen würden.

Die Komfortzone verlassen – und merken, dass man es kann

Irgendwann im Laufe des Tages sagte sie etwas, das mich berührt hat. Sinngemäß: Ich hätte nicht gedacht, dass ich das kann.Nicht die Technik. Nicht das perfekte Bild. Sondern: diesen Schritt überhaupt zu gehen. Ins Atelier zu kommen. Etwas anzufangen, das sie sich nicht zugetraut hatte. Und dann – zu sehen, was entsteht.Das ist das, was ich an solchen Tagen immer wieder erlebe. Die Stretching Zone – der Bereich jenseits der Komfortzone, in dem echtes Wachstum passiert – ist kein unangenehmer Ort. Sie ist ein lebendiger. Man merkt ihn daran, dass etwas in einem aufgeht.

Was bleibt: Ein Bild. Einige Aquarelle. Ein Projekt, das wartet. 

Und vielleicht das Wichtigste: das Wissen, dass man Dinge erschaffen kann, von denen man nicht wusste, dass sie in einem stecken. 

Wenn du dir das auch vorstellst und es dich berührt – einfach anfangen, ohne Vorkenntnisse, ohne Perfektionsanspruch – dann bist du herzlich willkommen, mir zu schreiben oder direkt hier einen Workshop zu buchen.

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